Paracetamol-Dosierung nach Körpergewicht
Berechnen Sie die gewichtsbasierte Paracetamol-Dosierung für alle Altersgruppen — Säuglinge bis Erwachsene. Inklusive zubereitungsspezifischer Volumina, Tablettenzahl, Hepatotoxizitätsschwellen und Wechselwirkungshinweisen.
Patientendaten
Zubereitung
Empfohlene Dosis
Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Kein Ersatz für ärztliche Beratung. Dosierungen immer mit einem Arzt oder Apotheker bestätigen.
Schnellreferenz-Dosierungstabelle
Paracetamol 10–15 mg/kg (Mittelwert 12,5 mg/kg dargestellt). Die Zeile, die dem Patientengewicht entspricht, wird automatisch hervorgehoben.
| Gewicht | Dosisbereich (mg) | Saft 40 mg/mL | 500 mg Tab. | 1000 mg Tab. | Max./Tag (mg) |
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Über dieses Tool
Paracetamol-Dosierung nach Gewicht — Alle Altersgruppen
Paracetamol (Handelsnamen: ben-u-ron, Paracetamol-ratiopharm, Perfalgan) ist das weltweit am häufigsten verwendete Analgetikum und Antipyretikum. Es ist rezeptfrei in zahlreichen Zubereitungen für alle Altersgruppen erhältlich — von Säuglingszäpfchen bis hin zu Brausetabletten für Erwachsene. Trotz seines hervorragenden Sicherheitsprofils bei therapeutischen Dosen ist Paracetamol auch die häufigste Ursache für akutes Leberversagen. Eine genaue gewichtsbasierte Dosierung ist daher bei allen Patienten entscheidend.
Pädiatrische Dosierung: 10–15 mg/kg
Für Säuglinge, Kinder und Jugendliche wird Paracetamol mit 10–15 mg/kg pro Einzeldosis alle 4–6 Stunden bei Bedarf dosiert, maximal 5 Dosen pro 24-Stunden-Zeitraum. Die maximale Tagesdosis beträgt 75 mg/kg/Tag (nicht mehr als 4000 mg/Tag bei älteren Kindern und Jugendlichen). Die Dosierung sollte immer nach Gewicht und nicht nach Alter erfolgen. Bei Säuglingen unter 3 Monaten vor jeder Gabe einen Arzt konsultieren.
Erwachsenendosierung
Für Erwachsene ab 60 kg beträgt die Standarddosis 500–1000 mg alle 4–6 Stunden, maximal 4000 mg pro Tag. Für Erwachsene unter 60 kg sollte die gewichtsbasierte Dosierung (10–15 mg/kg/Dosis) angewendet werden, mit einer Tagesobergrenze von 75 mg/kg/Tag oder 4000 mg/Tag (der niedrigere Wert). Patienten mit Leberinsuffizienz, chronischem Alkoholkonsum (≥3 Getränke/Tag) oder ältere/gebrechliche Patienten sollten die Einnahme auf 2000–3000 mg/Tag beschränken.
Hepatotoxizität und Überdosierung
Eine akute Einnahme von mehr als 150 mg/kg (oder >7,5 g bei Erwachsenen) ist potenziell hepatotoxisch und erfordert eine dringende Bewertung. Das Rumack-Matthew-Nomogramm wird zur Beurteilung der Notwendigkeit einer N-Acetylcystein-(NAC-)Therapie basierend auf dem Serum-Paracetamol-Spiegel 4 Stunden nach Einnahme verwendet. Risikofaktoren für Hepatotoxizität bei niedrigeren Dosen sind Fasten/Mangelernährung, chronischer Alkoholkonsum und gleichzeitige Einnahme von CYP2E1-Induktoren (z. B. Isoniazid, Phenobarbital).
🔑 Klinische Hinweise
- Alle Kombinationspräparate (Erkältungsmittel, Schlafmittel, Opioid-Kombinationen) auf verstecktes Paracetamol prüfen — viele Patienten überschreiten unwissentlich die Tageshöchstdosis.
- Rektale Zäpfchen haben eine verzögerte und variable Resorption — orale Gabe bevorzugen.
- Perfalgan i.v. wird anders dosiert: 15 mg/kg alle 6 h für Patienten ≥50 kg, mit einer Obergrenze von 4 g/Tag.
- Bei älteren Patienten bleibt Paracetamol Mittel der ersten Wahl bei Schmerzen, jedoch mit reduzierter Tageshöchstdosis (2000 mg/Tag).
- Paracetamol hat keine relevante entzündungshemmende Wirkung — es ist kein NSAID/NSAR.
Wichtige Referenzen
- Fachinformation ben-u-ron (Paracetamol). bene-Arzneimittel GmbH.
- Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ). Leitlinie Fieber im Kindesalter.
- Lexicomp. Acetaminophen: Drug Information. UpToDate/Lexicomp, 2024.
- Rumack BH. Acetaminophen hepatotoxicity: the first 35 years. J Toxicol Clin Toxicol. 2002;40(1):3–20.
- Mutschler E, et al. Mutschler Arzneimittelwirkungen. 11. Aufl. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, 2020.
Formel zuletzt überprüft: Februar 2026